
Presse vom Löwencup 2006 / 2007 und 2008
Presse 2008
Presse zum Löwencup 2008
Nur die Holländer trugen Trauer
VON MARC SCHMITZ RP Online
(RP) 146 Mannschaften aus 49 Vereinen – Ein Aufwand, der von einer Turnierleitung erst einmal bewältigt werden muss. Bereits bei der dritten Auflage des Hamborner Löwen-Cup im Feldhandball schlug sich die Beliebtheit der Veranstaltung derart in der Zahl der Teilnehmer nieder, dass die Veranstalter des Ausrichtervereins Hamborn 07 aus Platzgründen knapp 50 Teams eine Absage erteilen mussten. An die 3000 Sportler, die ihren Sport sonst vornehmlich in der Halle ausüben, tummelten sich an den drei Turniertagen auf den ungewohnten Freiluftplätzen und feierten ein wahres Handball-Fest mit Sport, Party und einem tragischen Abend für einige in orange gekleidete Teilnehmer.
Wie schon in den Vorjahren sorgten Sportler aus Dongen und Arnheim für eine internationale Note im Teilnehmerfeld. Während die deutschen Spieler nach den Spielen am Samstag einen Gang zurück schalten konnten, war bei den Niederländern für erhöhten Puls gesorgt. Ihr Viertelfinale bei der Fußball-EM gegen Russland stand auf dem Programm, und da die Mannschaft in Oranje bekanntlich überraschend die Koffer packen musste, geriet der gemeinsame Fußball-Abend am Großbildschirm zu einem traurigen Ende. Zuvor gab sich am Samstag ein waschechter Handball-Profi die Ehre. Mark Dragunski, Bundesligaspieler in Diensten des TUSEM Essen besuchte das Turnier und versorgte die Spieler mit Autogrammen.
Der Stimmung im weiteren Verlauf des Abends und am gestrigen Schlusstag konnte dieses Erlebnis aber keinen Abbruch tun. Alle Konkurrenzen fanden schließlich ihren Sieger und die ersten Absichtserklärungen für die Teilnahme im kommenden Jahr wurden bereits signalisiert. Langfristig, erklärte Turnierleiter Rainer Nick, sei es die Absicht des Ausrichtervereins, zum größten Feldhandball-Turnier dieser Art in ganz Deutschland zu werden. Soll dies jedoch in einem der nächsten Jahre gelingen, muss wohl ein anderer Veranstaltungsort her, denn die Neumühler Heinrich-Hamacher-Sportanlage war bereits diesmal bis zum Bersten gefüllt. Ein weiteres Wachstum am selben Ort erscheint undenkbar, doch der gute Ruf aus den ersten drei Jahren sollte es den Veranstaltern erleichtern, eine neue, größere Spielstätte zu finden.
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Handball-Szene feierte die „Tage des Löwen“
MARC SCHMITZ WAZ
(RP) Am abgelaufenen Wochenende gab es in der ganzen Stadt wohl kaum einen Handballer, der beschäftigungslos auf dem Sofa gesessen hat. Wer sich für die aktive Variante entschloss, der konnte beim Feldhandball-Turnier von Hamborn 07 als einer von rund 3 000 Spielern an der frischen Luft auf Torejagd gehen, und wer es selbst lieber ruhiger und passiver angehen lassen wollte, der war beim „Final-Four-Turnier“ um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft als Zuschauer bestens aufgehoben.......
.....In jedem Fall erlebte die Handball-Szene der Stadt die „Tage des Löwen“, denn ob Löwen-Cup in Hamborn oder das hochklassige Turnier in Rheinhausen mit dem Meistertitel der Rhein-Neckar-Löwen aus Kronau/Östringen, beides darf im Nachhinein als voller Erfolg für die jeweiligen Ausrichter gewertet werden.
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Drangvolle Enge RP Online
Duisburg, 22.06.2008, Von Ben Nieleck
Beim Turnier von Hamborn 07 zeigten 3000 Sportler aus 145 Mannschaften zwei Tage lang Sport vom Allerfeinsten. Die Gastgeber mussten einigen Vereinen sogar Absagen erteilen, weil nichts mehr ging
HANDBALL Löwencup 2008
Herrliches Sommerwetter auf der Neumühler Platzanlage, strahlende und schwitzende Gesichter überall. Der Löwencup 2008, zum bereits dritten Mal ausgerichtet von der Handballabteilung von Hamborn 07, war wieder einmal ein voller Erfolg und hatte natürlich auch in Petrus einen treuen Unterstützer.
Mehr als 3000 Handballer von den Kleinsten, den Minis, die erstmalig ins Turniergeschehen eingriffen, bis hin zu den Senioren aufgeteilt in 145 Mannschaften aus 49 Vereinen zeigten zwei Tage lang auf der Heinrich-Hamacher Sportanlage beim internationalen Kleinfeld-Handballturnier Sport vom Allerfeinsten. Über 40 Anfragen von weiteren Vereinen mussten die emsigen Gastgeber im Vorfeld leider eine Absage erteilen, die Kapazitäten rund um das gesamte Turnier waren vollends ausgeschöpft.
"So einen Zulauf habe ich noch nicht erlebt. Sechs Wochen früher als geplant mussten wir die Anmeldungen stoppen. Die Kapazität des Turniers wird sonst gesprengt", stellte Turnierleiter Rainer Nick fest, der zusammen mit Michael Peter alle Hände voll zu tun hatte. Da musste die eine oder andere Mannschaft mal per Lautsprecher gesucht werden, damit der Spielplan auch eingehalten werden konnte. Rund um die Neumühler Platzanlage herrschte schon früh Parkplatznot, nichts ging mehr.
Dafür umso mehr bei den Spielen. Auf acht Kleinfeldern parallel wurden die Turniere in 13 verschiedenen Altersklassen ausgetragen. Keine Sekunde Langeweile für die Aktiven, Betreuer, Trainer und Eltern, überall ging es richtig zur Sache. Selbst die Jüngsten zeigten schon unglaubliche technische Fähigkeiten auf dem für sie ungewohnten Rasenplatz und wussten zu begeistern. Aber nicht nur auf dem Platz, sondern vor allem auch neben der Außenlinie wurde richtig um jeden Ball gekämpft. Eltern und Trainer peitschten ihre Schützlinge stimmgewaltig nach vorne, überboten sich regelrecht gegenseitig in lautstarken Kommentaren zum Spiel.
Da bekamen die Unparteiischen so manche Entscheidung "um die Ohren geknallt". Ab und an mussten die Schiedsrichter mehr die Zuschauer am Spielfeldrand als die durchweg fairen Spieler selbst bremsen. Da trat auch die untermalende Rockmusik aus den Lautsprechern eindeutig in den Hintergrund.
Schon früh am Samstagmorgen ging es los, bis in den frühen Abend gegen 19 Uhr wurde auf den kleinen Rasenspielfeldern um Tore und Punkte gekämpft. Einige Akteure waren zum Turnierstart allerdings noch von der sehr kurzen Nacht gezeichnet, Denn schon am Vorabend waren die meisten Vereine, unter ihnen drei Vereine aus den Niederlanden angereist, und hatten sich rund um das eigens aufgebaute Festzelt schon mal heftig auf das vor ihnen liegende sportliche Kräftemessen eingestimmt, um dann später in ihre Zelte zu fallen.
Neben den Hamborner Gastgebern waren aus Duisburg mit dem VfL Rheinhausen, dem VfB Homberg und der HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen weitere Duisburger Handballvereine mit mehreren Teams vertreten. Bereits zum dritten Mal waren die JSG Solingen sowie der TV Aldekerk mit ihrer jeweils gesamten Handballabteilung beim Turnier dabei. Die weiteste Anreise hatten die drei niederländischen Teams vom HV Dongen, dem AAC Arnheim und vom SOS Kwieksport zu absolvieren.
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WAZ
JUGEND-HANDBALL. Der Löwencup 2008 war ein voller Erfolg. Für Veranstalter Hamborn 07 - und für den Pizzabäcker.
"Die Pizza für die JHG Mark Süd und den HV Dongen ist da!", schallt es über die Heinrich-Hamacher-Sportanlage in Neumühl. Das italienische Gebäck scheint die Leibspeise beim diesjährigen Löwencup 2008 zu sein. Mit Schubkarren bringen die Betreuer die leeren Pizzakartons zu den Müllcontainern und der Pizzabäcker kommt mit seinen Lieferungen schon kaum noch nach. Bereits am Mittag haben die Handballer 18 Bleche (Gesamt 65) voll Pizza verputzt, Vorbestellungen können erst wieder am Abend ausgeliefert werden. Um 15 Uhr gibt es dann auch noch an der Friteuse einen Engpass. "Die Pommes sind aus. Der Siggi muss Neue bringen", fleht Helge Stock, einer der fleißigen Helfer. 250 Kilo Fritten wanderten bereits über die Theke, doch für Nachschub wird schon gesorgt. "Wir haben schon zwei Kartons geholt", beschwichtigt Turnierleiter Rainer Nick. Der Appetit von rund 3000 Handballern muss gestillt werden, denn vor allem der Nachwuchs will groß und stark werden.
Mark Dragunski gab den Kleinen Tipps
Apropos groß und stark. Wie viel Pizza und Pommes Mark Dragunski, der Ex-Bundesliga- und Nationalspieler von TuSEM Essen, in seinem Leben gegessen hat, ist nicht überliefert. Groß und stark ist er jedenfalls auch so geworden. 2,14 Meter misst der Silbermedaillengewinner von Athen und Europameister von 2004. Vor wenigen Wochen hat Dragunski seine aktive Laufbahn beendet und ist ins Management des Essener Traditionsvereins gewechselt. Beim Löwencup 2008 rührt der sympathische Hüne die Werbetrommel, schreibt fleißig Autogramme und steht den Fans, vor allem den Kleinen, Rede und Antwort. "Sind sie 35 oder schon 36 Jahre alt", fragt ein Teilnehmer. "Ich bin sogar schon 37", antwortet Dragunski und kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Dem kleinen René brennen da schon ganz andere Fragen unter den Nägeln. "Kennst du auch andere berühmte Spieler", fragt der Dreikäsehoch. "Der Christian Zeitz ist ein guter Kumpel von mir und auch der Henning Fritz", antwortet Dragunski und gibt dem Nachwuchshandballer von Rote Erde Schwelm noch schnell einen Tipp auf den Weg. "Wenn du auch so ein guter Handballer werden willst, musst du richtig Gas geben." Der kleine René staunt nicht schlecht und zieht zufrieden von dannen.
Vermutlich muss auch René gleich wieder spielen. Auf den acht Feldern jedenfalls wuseln Spieler aller Alterklassen umher. Auch die B-Juniorinnen des TB Wülfrath, sie spielen sonst in der Oberliga, sind mit von der Partie. Ein Sieg eine Niederlage stehen am Samstagnachmittag zu Buche, dennoch sind die Mädchen zufrieden. "Ja, es ist toll hier", sagen Nikola und Michelle unisono. Trainer Jan Knobel pflichtet seinen Spielerinnen bei. "Wir sind das erste Mal hier, es ist super", schwärmt Knobel, wendet sich aber doch wieder Turnierleiter Rainer Nick zu. Ach ja, da war ja noch was. "Wann kommt unsere Pizza?"
Das Männer-Turnier gewann Hamborn 07, bei den Frauen siegte der TuS Niederwermelskirchen. In den Nachwuchsturnieren räumten vor allem Aldekerk und Arnsberg ab.
Sandra Otten WAZ / NRZ
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